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Soul-Link-Regeln

Eine Soul-Link-Nuzlocke wird gemeinsam gespielt. Die gefangenen Pokémon aus den entsprechenden Gebieten beider Spiele werden als feste Paare verknüpft. Geht eines verloren, darf auch sein Partner nicht mehr eingesetzt werden. Nach den üblichen Regeln müssen beide Partner gleichzeitig im Team oder in der Box sein. Beschränkungen für Typen und Geschlechter sind optionale Zusatzregeln, die vor dem Run vereinbart werden.

Ein gemeinsames Regelblatt festlegen

Alle Beteiligten spielen auf einem eigenen Spielstand nach den Nuzlocke-Fang- und Todesregeln. Ihre Fänge werden mit den Pokémon der anderen Person verknüpft. Nuzlocke University beschreibt eine Fassung für zwei Personen mit derselben Edition oder zusammengehörigen Spielen derselben Generation.

Vor dem Start werden Editionen, Abschlussziel und die Zuordnung der Gebiete festgehalten. Bei Spielen mit einem ähnlichen Verlauf fällt diese Zuordnung leichter. Bei unterschiedlichen Karten muss sie vor den Fängen feststehen. Zwei gerade passende Pokémon erst nachträglich zu verknüpfen verändert die Begegnungsregel.

Im Regelblatt steht außerdem, ab wann die Regeln gelten, wie Geschenke und statische Begegnungen zählen, welche Duplikat- und Shiny-Klauseln gelten, wie Kämpfe eingeschränkt werden und was bei einem vollständigen Teamverlust passiert. Beide Personen sollten diese Entscheidungen vor dem Start gemeinsam treffen.

Quellen und Regelkonventionen:[1]

Begegnungen nach ihrem Ursprung verknüpfen

Nach den üblichen Soul-Link-Regeln werden die ersten zulässigen Pokémon aus den entsprechenden Gebieten als Paar verknüpft. Scheitert ein Fang, darf auch das Pokémon der anderen Person nicht eingesetzt werden. Wird später eines der beiden kampfunfähig, dürfen beide dauerhaft nicht mehr eingesetzt werden. Auch ein noch gesunder Partner darf nicht mit einem neuen Fang verknüpft werden.

Vor dem nächsten Gebiet sollten beide Personen bestätigen, wie ihre Fangversuche ausgegangen sind. Dokumentiert werden beide Fänge oder die gescheiterte Begegnung samt verlorenem Partner. Der Artname allein genügt nicht: Zwei Pokémon derselben Art aus unterschiedlichen Gebieten gehören weiterhin zu verschiedenen Paaren.

Beispiel: gescheiterter Fang und späterer Verlust

Alex fängt das erste zulässige Pokémon in Gebiet A. Robins Pokémon im zugeordneten Gebiet flieht. Aus Gebiet A gibt es deshalb kein einsetzbares Paar. Auch Alex darf das gefangene Pokémon nicht einsetzen oder später mit einem Fang aus Gebiet B verknüpfen.

In Gebiet B gelingen beide Fänge und werden als vollständiges Paar erfasst. Mehrere Kämpfe später wird Robins Pokémon aus diesem Paar kampfunfähig. Alex nimmt den Partner vor dem Weiterspielen aus dem Team, auch wenn er noch volle KP hat. Als Ursprung bleibt bei beiden Gebiet B eingetragen.

Quellen und Regelkonventionen:[1]

Paare zwischen Team und Box verschieben

Nach den üblichen Regeln müssen beide verknüpften Pokémon gleichzeitig im Team oder beide in der Box sein. Wird eines in die Box gelegt, kommt auch der Partner in die Box. Ein lebendes Paar kann später wieder ins Team, sofern die weiteren Regeln das erlauben. Nach einem Tod oder gescheiterten Fang ist eine solche Rückkehr ausgeschlossen.

Teamänderungen betreffen deshalb immer beide Seiten. Ein Pokémon kann für den nächsten Gegner geeignet sein, während sein Partner gegen den nächsten Gegner der anderen Person wenig ausrichten kann. Vor der Aufnahme eines Paars sollten beide Teams geprüft werden. Dann lässt sich entscheiden, ob ein anderes verfügbares Paar zu beiden Teams besser passt.

Entwicklung und Teamwechsel ändern nicht, welche Pokémon miteinander verknüpft sind. Ursprungsgebiet und Partner werden weiterhin dokumentiert, auch wenn sich Art oder Spitzname ändern. Eine gemeinsame Paarbezeichnung oder Notiz kann ähnliche Fänge auseinanderhalten, ohne die ursprüngliche Verbindung zu verändern.

Quellen und Regelkonventionen:[1]

Typen- und Geschlechtsklauseln als Zusatzregeln

Manche Creator verlangen Paare aus einem männlichen und einem weiblichen Pokémon. Außerdem verbieten sie doppelte Primärtypen über beide aktiven Teams hinweg. Die archivierten Regeln der Diamant-und-Perl-Serie von ShadyPenguinn und TheKingNappy enthalten beide Beschränkungen. Nuzlocke University führt die gemeinsame Primärtypen-Beschränkung als Ergänzung auf. Diese Beschränkungen gelten für die genannten Fassungen und sind für andere Runs optional.

Bei einer Typenklausel wird vereinbart, ob sie nur Primärtypen oder beide Typen betrifft und ob sie für aktive Teams oder alle lebenden Paare gilt. Außerdem wird festgelegt, was passiert, wenn sich der Typ eines Pokémon durch Entwicklung ändert. Bei einer Geschlechtsklausel müssen der Umgang mit geschlechtslosen Pokémon und die Reihenfolge der Fangversuche feststehen. Im Regelblatt steht auch, welche Begegnungen deshalb übersprungen werden dürfen.

Ein gültig gefangenes Paar, das wegen der aktuellen Typenverteilung nicht ins Team darf, ist zunächst eine Reserve. Das unterscheidet sich von einem gescheiterten Fang. Wird später ein anderes Paar ausgewechselt, kann die Reserve verwendbar werden. Würde das Paar als gescheiterter Fang erfasst, fiele es als Reserve weg.

Beispiel: ein Paar bleibt in Reserve

Die vereinbarte Regel verbietet doppelte Primärtypen über beide aktiven Teams hinweg. Ein neues Paar hätte einen Primärtyp, der bereits in einem der Teams vorkommt. Beide neuen Pokémon bleiben in der Box. Wird das Paar mit demselben Primärtyp später ebenfalls in die Box gelegt, lässt sich prüfen, ob das neue Paar zu beiden verbleibenden Teams passt.

Dieses Beispiel setzt eine Regel für aktive Teams voraus. Eine strengere Beschränkung für sämtliche lebenden Fänge hätte andere Folgen und müsste getrennt festgelegt werden.

Quellen und Regelkonventionen:[2][1]

Vor Begegnungen und wichtigen Kämpfen abstimmen

Beide Personen müssen sich gegenseitig informieren, auch wenn sie unterschiedlich schnell spielen. Vor der nächsten Begegnung wird bestätigt, welche Gebiete miteinander verknüpft werden. Vor einem wichtigen Kampf werden die aktiven Paare und eine vereinbarte Levelgrenze geprüft. Nach einem Verlust folgt eine Pause, bis beide Teams aktualisiert sind.

Eine vereinbarte Pausenregel verhindert, dass jemand unwissentlich mit einem Partner weiterkämpft, der nicht mehr eingesetzt werden darf. Beispielsweise kann ein Tod, gescheiterter Fang oder strittiger Fund eine Pause auslösen. Im Regelblatt steht auch, was passiert, wenn die andere Person bereits im Kampf ist. Die Pausenregel ist eine vorgeschlagene Hausregel und muss von beiden Personen vereinbart werden.

  • Vor der Suche nach Pokémon vereinbaren, welche Gebiete einander entsprechen
  • Wiederholungen wegen Duplikaten oder Geschlecht nach der festgelegten Klausel behandeln
  • Beide Pokémon und das Ergebnis vor dem nächsten Paar dokumentieren
  • Beide Teams nach Boxwechsel, Entwicklung oder gemeinsamem Verlust prüfen
  • Erst nach Einigung über die verbleibenden einsetzbaren Paare fortfahren

Randomizer und Ende des Runs

Ein Randomizer ist bei Soul Link verbreitet, aber für die Verknüpfungsregel nicht erforderlich. Bei zufällig veränderten Spielen sollten beide Personen festhalten, welche Randomizer-Einstellungen verwendet wurden. Leitfäden zum unveränderten Spiel können andere Begegnungen und Gegnerteams auflisten.

Blancs veröffentlichter Schwarz-2-und-Weiß-2-Run auf Bulbagarden verwendet keinen Randomizer. In diesem Run gelten außerdem keine Typenbeschränkungen. Für andere Soul-Link-Runs können andere Hausregeln vereinbart werden.

Vor dem Start wird entschieden, ob ein vollständiger Teamverlust den gemeinsamen Run sofort beendet oder ob lebende Paare aus der Box ein neues Team bilden dürfen. Auch das Abschlussziel muss für beide Personen feststehen. Erreicht eine Seite das vereinbarte Ende, während die andere noch Pflichtkämpfe offen hat, ist das gemeinsame Ziel noch nicht erreicht.

Quellen und Regelkonventionen:[1][3]

Quellen und Regelkonventionen

  1. Archivierte Regeln der Diamant-und-Perl-Soul-Link-Serie

    Archiv des Creator-Regelsatzes von 2016 mit unterschiedlichen Geschlechtern und ohne doppelte Primärtypen; Beleg für diese strengere Fassung, nicht für eine allgemeine Pflicht

  2. Bulbagarden: Blancs Schwarz-2-und-Weiß-2-Soul-Link

    Veröffentlichtes Regelblatt eines Runs von 2022 ohne Randomizer und ohne Typensperren; weitere Hausregeln sind keine allgemeine Vorgabe

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