Wissensartikel
Nuzlocke-Regeln
In einer Nuzlocke darf nur das erste wilde Pokémon pro Gebiet gefangen werden. Kampfunfähige Pokémon scheiden dauerhaft aus. Optionale Klauseln können Ausnahmen von diesen Regeln erlauben. Ein Regelblatt hält fest, welche Begegnungen zählen, welche Ausnahmen gelten und wann der Run endet.
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Grundregeln und Beginn festlegen
Nick Francos erste Hard-Mode-Folge nennt die beiden ursprünglichen Regeln: Pro Gebiet darf nur das erste wilde Pokémon gefangen werden, und kampfunfähige Pokémon müssen freigelassen werden. Spitznamen werden häufig ergänzt, sind aber eine Konvention und keine ursprüngliche Grundregel.
Vor dem Start muss feststehen, ab wann die Fangregeln gelten und ab wann kampfunfähige Pokémon als tot zählen. Eine verbreitete Ausnahme verschiebt diese Einschränkungen bis zum Erhalt von Pokébällen. Behandelt ein Run einen frühen Rivalenkampf anders als wilde Begegnungen vor dem Erhalt von Bällen, werden beide Startpunkte getrennt festgehalten.
Speichern erlaubt es, später weiterzuspielen. Das Laden eines älteren Spielstands, um einen gezählten Verlust oder fehlgeschlagenen Fang rückgängig zu machen, verändert das Ergebnis des Runs. Eine mögliche Regel lässt eingetragene Ergebnisse auch nach einem Neustart der Konsole gelten. Ist das wegen einer technischen Unterbrechung nicht möglich, werden der Vorfall und die Entscheidung über die Fortsetzung festgehalten. Ein neuer Ausgang darf nicht als Ergebnis des ursprünglichen Versuchs dargestellt werden.
Gebiete vor der ersten Begegnung abgrenzen
Eine verbreitete Regel zählt den Fundort im Pokémon-Bericht als ein Gebiet. Auf verschiedenen Höhlenetagen mit demselben Fundort darf dann insgesamt nur das erste Pokémon gefangen werden. Benannte Unterbereiche können nach einer anderen Regel getrennt zählen, ihre Grenzen müssen aber vorher feststehen.
Gras, Angeln und Surfen erlauben nicht automatisch drei getrennte Fänge im selben Gebiet. Eine mögliche Regel lässt die Wahl der Methode vor dem ersten zulässigen Kampf zu. Diese Begegnung zählt dann für das ganze Gebiet, unabhängig davon, ob der Fang gelingt. Eine andere Regel kann jede Methode getrennt zählen, muss diese Ausnahme aber vor dem ersten Fangversuch festlegen.
Eine Höhle mit zwei Etagen
In einer erfundenen Höhle, die als ein Gebiet zählt, wird die Begegnung auf der ersten Etage verpasst. Auf der unteren Etage darf deshalb kein weiteres Pokémon gefangen werden. Wurde vor dem Run jede Etage als eigenes Gebiet festgelegt, kann dort noch eine Begegnung offen sein. Ein fehlgeschlagener Fang ändert die Gebietsgrenzen nicht.
Quellen und Regelkonventionen:[3]
Den Begriff Doppelung genau bestimmen
Die Dupes Clause erlaubt es, ein Pokémon einer bereits vorhandenen Art zu überspringen und nach einer anderen zulässigen Begegnung zu suchen. Die genaue Regel muss feststehen: ob nur diese Art oder ihre ganze Entwicklungsfamilie zählt, ob Doppelungen übersprungen werden müssen und welche früheren Begegnungen dafür zählen.
Eine mögliche Regel schließt nach einem erfolgreichen Fang die ganze Entwicklungsfamilie aus. Eine andere schließt sie nur aus, solange das frühere Pokémon lebt. Nach einem Verlust darf die Familie bei der zweiten Variante wieder gefangen werden, bei der ersten nicht. Eine verpasste Begegnung kann die Familie offenlassen; eine strengere Regel kann sie ab diesem Zeitpunkt ausschließen. Falls im Gebiet keine zulässige Art übrig bleibt, braucht es ein Versuchslimit oder eine Festlegung, was mit dieser Begegnung geschieht.
Die Doppelung kommt zuerst
In diesem erfundenen Beispiel müssen Doppelungen übersprungen werden, und es zählen die Entwicklungsfamilien lebender Pokémon. Das erste wilde Pokémon gehört zur Familie eines lebenden Teammitglieds. Es wird übersprungen, ohne die Begegnung des Gebiets zu verbrauchen. Das nächste zulässige Pokémon flieht, und die Begegnung wird als verpasst eingetragen. Die Dupes Clause erlaubt das Überspringen einer Doppelung, aber keine unbegrenzten Fangversuche für ein bevorzugtes zulässiges Pokémon.
Quellen und Regelkonventionen:[4]
Schillernde Pokémon sammeln oder einsetzen
Die Shiny Clause kann den Fang eines schillernden Pokémon außerhalb des gewöhnlichen Begegnungslimits erlauben. Die Regeln müssen auch festlegen, ob es im Run eingesetzt werden darf. Eine Erlaubnis zum Sammeln bedeutet nicht automatisch, dass es ins Team darf.
Eine mögliche Sammelregel erlaubt den Fang und die Ablage in einer separaten Box, aber keinen Einsatz im Run. Eine andere Regel kann das schillernde Pokémon als zusätzliches Teammitglied zulassen. Beide Varianten müssen festlegen, ob es als Begegnung des Gebiets zählt und ob seine Art für die Dupes Clause berücksichtigt wird. Fangerlaubnis, Einsatz und Auswirkungen auf weitere Begegnungen werden getrennt entschieden.
Quellen und Regelkonventionen:[4]
Geschenke, feste Begegnungen und Eier zählen
Eine Gift Clause erlaubt häufig, Pokémon von NPCs zusätzlich zur regulären Begegnung anzunehmen. Das ist eine optionale Ausnahme. Ein Geschenk wird nicht automatisch zum Zusatzfang, nur weil es nicht im Gras gefunden wurde.
Für Starter, Geschenke und feste Begegnungen muss feststehen, ob sie auf die reguläre Begegnung des Gebiets angerechnet oder zusätzlich erlaubt werden. Wird ein Geschenk angerechnet, kann es die Begegnung schon vor einem wilden Kampf verbrauchen. Eine zusätzliche Erlaubnis braucht einen festgelegten Umfang: alle Geschenke, eines pro Gebiet oder nur bestimmte Belohnungen im Spielverlauf. Ob feste Begegnungen genauso behandelt werden, wird getrennt entschieden.
Bei einem Ei muss feststehen, ob es dem Empfangsort oder dem Schlüpfort zugeordnet wird. Mit dem Empfangsort lässt sich die Zuordnung nicht durch das Tragen in ein anderes Gebiet verändern. Der Schlüpfort ist eine andere mögliche Regel. Ebenso muss feststehen, ob Zucht verboten ist oder nur eine bestimmte Zahl von Eiern erlaubt. Mit unbegrenzt vielen zusätzlichen Eiern wäre die Zahl verfügbarer Pokémon nicht mehr durch die Begegnungsregel begrenzt.
Ein Geschenk nach dem gewöhnlichen Fang
In einem Gebiet wurde bereits ein Pokémon gefangen. Werden Geschenke auf die reguläre Begegnung angerechnet, darf ein späteres Geschenk nicht im Run eingesetzt werden. Eine vorher festgelegte Ausnahme für freie Geschenke erlaubt es zusätzlich zum früheren Fang. Ob eine feste Begegnung im selben Gebiet zulässig ist, braucht weiterhin eine eigene Regel. Die Geschenk-Ausnahme gilt dafür nicht automatisch.
Quellen und Regelkonventionen:[5]
NPC-Tausch, Tauschentwicklung und fremde Pokémon unterscheiden
Nach vielen Community-Regeln dürfen keine zusätzlichen Pokémon aus anderen Spielständen übernommen werden. Für Tauschentwicklungen besteht dagegen keine einheitliche Vereinbarung. Ein NPC-Tausch im Spiel, ein Tausch ausschließlich zur Entwicklung und ein neues Pokémon aus dem Spielstand einer anderen Person sind verschiedene Vorgänge.
Eine mögliche Regel für NPC-Tausch erlaubt es, ein lebendes, regelkonform erhaltenes Pokémon einzutauschen. Das erhaltene Pokémon zählt als Begegnung desselben Gebiets, sodass der Tausch keinen weiteren Fang erlaubt. Beide Pokémon werden eingetragen, damit der ursprüngliche Fang in der Aufzeichnung erhalten bleibt.
Falls Tauschentwicklungen erlaubt sind, kann die Regel die sofortige Rückkehr desselben Pokémon verlangen, ohne Training oder zusätzliche Ressourcen aus dem anderen Spielstand. Vorher muss feststehen, wie die abgegebene Art und die erhaltene Art für die Dupes Clause zählen. Bietet die Edition keine erlaubte Entwicklungsmethode, kann das Pokémon unentwickelt bleiben. Das Fehlen einer Methode erlaubt nicht automatisch eine Ausnahme.
Quellen und Regelkonventionen:[3]
Ausscheiden von Pokémon und Ende des Runs festhalten
Ein gefallenes Pokémon darf in diesem Run nie wieder eingesetzt werden, auch wenn das Spiel eine Wiederbelebung erlaubt. Das gilt für dieses einzelne Pokémon. Davon getrennt ist die Frage, ob eine vollständige Teamniederlage den ganzen Versuch beendet oder lebende Reserven aus der Box weitermachen dürfen. Die Fortsetzung mit Reserven ist eine dokumentierte optionale Regel und gehört auf das Regelblatt.
Level-Limits und Item-Verbote im Kampf sind Ergänzungen. Die übliche Hardcore-Fassung begrenzt Level, verbietet Beutel-Items im Kampf mit Ausnahme von Fangbällen und verwendet den Kampfstil „Folge“ beziehungsweise Set. Ein Pokémon über dem festgelegten Limit ist nicht automatisch tot. Eine mögliche Regel legt es in die Box, bis ein späteres Limit seinen Einsatz wieder erlaubt.
Für ein Level-Limit müssen der nächste Gegner, das als Grenze verwendete Level und der Prüfzeitpunkt feststehen. Wird nur vor dem Kampf geprüft, kann ein Levelanstieg während des Kampfs erlaubt sein. Ein Limit, das auch während des Kampfs gilt, braucht eine andere Regel. Beim Verbot von Beutel-Items muss außerdem feststehen, ob getragene Items und Heilung außerhalb des Kampfs erlaubt sind. Diese Regeln gehören vor dem ersten betroffenen Kampf auf das Blatt.
Ein Regelblatt für ungewöhnliche Ergebnisse
Die folgende Checkliste ist ein Vorschlag für ein Regelblatt und kein allgemeingültiges Regelwerk. Zu jedem Punkt genügt eine kurze Antwort. Tritt ein unvorhergesehener Fall auf, werden der Vorfall und die Regel für künftige Wiederholungen ergänzt. So bleibt die Entscheidung nachvollziehbar, ohne Ausnahmen nach jedem enttäuschenden Ergebnis zu ändern.
- Beginn: Zeitpunkt, ab dem Fangregeln und dauerhafte Verluste gelten
- Gebiete: benannte Grenzen, Begegnungsmethode und Folge fehlgeschlagener Fänge
- Doppelungen: Art oder Familie, berücksichtigte frühere Begegnungen, verpflichtendes Überspringen und Versuchslimit
- Schillernde Pokémon: Fangerlaubnis, Einsatz im Run, Anrechnung auf die Gebietsbegegnung und Einfluss auf Doppelungen
- Besondere Quellen: Starter, Geschenke, feste Begegnungen, Eier und Tausch
- Kämpfe: Level-Limits, Items, Kampfstil und Folgen einer vollständigen Teamniederlage
- Abschluss: Meilenstein, der diesen Versuch beendet
Quellen und Regelkonventionen
- Nick Franco: Pokémon: Hard-Mode, erste Folge
Primärquelle für die ursprünglichen beiden Regeln; spätere Konventionen und vorgeschlagene Entscheidungen sind getrennt gekennzeichnet
- PokéWiki: Pokémon-Challenges, Nuzlocke
Deutsche Community-Referenz mit optionalen Ausnahmen vor dem Erhalt von Pokébällen
- Bulbapedia: Nuzlocke Challenge
Dokumentiert Fundort-Grenzen und verschiedene Regeln für Tauschentwicklungen; die ausführlichen Beispiele und Ersatzregeln hier sind Vorschläge
- Nuzlocke University: Nuzlocke Rules
Dokumentiert die Dupes- und Shiny-Konventionen; genaue Fanghistorien und reine Sammelregeln sind hier ausdrücklich wählbare Fassungen
- Nuzlocke University: Optional Nuzlocke Rules
Dokumentiert freie Geschenke und Fortsetzung nach einer Teamniederlage; Platz-, Ei- und Tauschbeispiele sind eigenständige Regelvorschläge
- Nuzlocke University: Hardcore Nuzlocke Variant
Community-Konvention für Hardcore; die genaue Checkliste zu Prüfzeitpunkten ist redaktionelle Hilfe zur Definition eines Runs